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		<title><![CDATA[Miami Dream - New York City]]></title>
		<link>https://miamidream.bplaced.net/Upload/</link>
		<description><![CDATA[Miami Dream - https://miamidream.bplaced.net/Upload]]></description>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 08:45:30 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Die Rettung ist näher als man denkt]]></title>
			<link>https://miamidream.bplaced.net/Upload/showthread.php?tid=23</link>
			<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 19:21:55 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://miamidream.bplaced.net/Upload/member.php?action=profile&uid=51">Jae Min Carter</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Meine Beine fühlen sich immer noch an, als würden sie im Takt der Musik nachwippen, selbst jetzt, wo alles längst vorbei ist, das Konzert liegt vielleicht eine Stunde zurück, aber mein Körper hat das Adrenalin noch nicht ganz losgelassen, ich sitze auf diesem viel zu unbequemen Plastikstuhl vor diesem kleinen 24/7-Diner, irgendwo zwei Straßen entfernt von der Venue, Kapuze tief ins Gesicht gezogen, damit mich keiner sofort erkennt, vor mir steht ein Burger, halb ausgepackt, Pommes daneben, und ich starre ihn einen Moment einfach nur an, als hätte ich vergessen, wie man isst, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Reiß dich zusammen</span>, murmele ich leise vor mich hin, bevor ich schließlich doch reinbeiße, der erste Biss ist fast schon absurd gut, warm, fettig, genau das, was man nach so einem Abend braucht, ich lehne mich ein bisschen zurück, atme aus, lasse die Schultern sinken, für einen kurzen Moment ist es ruhig, kein Schreien, kein Licht, kein Beat, der durch meinen Körper hämmert, nur ich, mein Essen und das leise Brummen der Stadt im Hintergrund, genau solche Momente brauche ich manchmal, um wieder runterzukommen, einfach… normal sein, ich greife nach einer Pommes, da merke ich aus dem Augenwinkel, dass jemand stehen bleibt, erst denke ich mir nichts dabei, passiert ständig, Leute schauen, gehen weiter, aber sie bleibt, viel zu lange, ich hebe den Blick ein kleines Stück und sehe dieses Mädchen, wie sie mich ansieht, als würde sie gerade etwas erkennen, oh nein, ich kenne diesen Blick, dieses kleine Zögern, dieses Funkeln, ich senke meinen Blick wieder, als könnte ich mich unsichtbar machen, Spoiler: funktioniert nie,<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Ähm… bist du nicht…?“ </span>da ist es, ich ziehe die Kapuze ein kleines Stück zurück und grinse schief, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Kommt drauf an, wen du suchst“</span>, murmele ich halb amüsiert, sie lacht nervös, <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Du bist Jae Min, oder? Von VANTAGE?“</span> ich nicke leicht<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">, "Ja… hey“,</span> am Anfang ist es noch entspannt, sie ist aufgeregt, fragt nach einem Foto, klar, ich rutsche etwas zur Seite, halte mein Essen aus dem Bild, lächle, klick, noch eins, sie bedankt sich gefühlt tausendmal und ich winke nur ab, denke mir noch, vielleicht bleibt es heute dabei, vielleicht hab ich Glück, aber natürlich hab ich das nicht, zwei Minuten später stehen plötzlich drei weitere da, dann fünf, ich sehe die Handys, dieses Flüstern, mein Magen zieht sich leicht zusammen, ich lächle trotzdem, das gehört dazu, oder?,<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Jae Min! Können wir auch ein Foto?“ „Ich liebe dich!“ „Bitte nur eins!“</span> ich lache leise, versuche ruhig zu bleiben, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Hey, langsam, einer nach dem anderen, ja?“</span> ich stehe auf, weil es im Sitzen noch enger wird, mache Fotos, rede kurz mit ihnen, aber es wird mehr, und enger, plötzlich stehen sie nicht mehr vor mir, sondern um mich herum, ich spüre Hände an meinem Ärmel, an meiner Schulter, jemand greift nach meinem Handgelenk, zieht mich näher für ein Selfie, ich stolpere leicht, mein Herz schlägt schneller, viel schneller,<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Warte ich auch!“ „Bitte meinen Namen sagen!“ „Nur noch eins!“ </span>die Stimmen werden lauter, überlagern sich, Handys sind überall, viel zu nah an meinem Gesicht, jemand drückt sich von hinten gegen mich, ich verliere kurz das Gleichgewicht, mein Lächeln fühlt sich plötzlich falsch an, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Hey… bitte nicht schubsen…“ </span>sage ich und merke selbst, wie meine Stimme kippt, aber keiner hört wirklich zu, jeder will diesen einen Moment, diese eine Sekunde mit mir, jemand zieht an meiner Kapuze, ein anderes Mädchen legt einfach ihren Arm um meine Taille, viel zu nah, viel zu selbstverständlich, mein Kopf wird laut, zu laut, zu viele Stimmen, zu viele Hände, zu wenig Luft, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Leute… wirklich, bisschen Abstand…“</span> versuche ich nochmal, diesmal fester, aber es bringt nichts, ich schaue hektisch um mich, suche einen Ausweg, da ist eine kleine Lücke links, nicht groß, aber vielleicht reicht es, mein Herz hämmert mir bis zum Hals, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Sorry… ich muss los“</span>, murmele ich, mehr zu mir selbst als zu ihnen,<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Nein bitte noch ein Foto!“ „Bleib doch!“</span> jemand greift wieder nach meinem Arm und genau da kippt etwas in mir, ich ziehe meinen Arm ruckartig frei,  <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Nein, ich muss wirklich gehen“,</span> meine Stimme ist jetzt ernst, kein Lächeln mehr, für einen Moment sind sie überrascht genug, dass sie kurz innehalten, das reicht mir, ich drehe mich seitlich, dränge mich durch die kleine Lücke und gehe erst schnell, dann schneller, ich höre Stimmen hinter mir, vielleicht Schritte, ich weiß es nicht genau, ich schaue nicht zurück, ich laufe einfach um die Ecke, noch eine Straße weiter, man hörte dabei noch immer die rufe meines names und ja gerade hasste ich diesen moment, gerade wo ich mich selber loben wollte das mir nichts passierte stolperte ich um die nächste ecke und konnte mich gerade noch an jemanden festhalten. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"F...fuck! Verdammt..."</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Meine Beine fühlen sich immer noch an, als würden sie im Takt der Musik nachwippen, selbst jetzt, wo alles längst vorbei ist, das Konzert liegt vielleicht eine Stunde zurück, aber mein Körper hat das Adrenalin noch nicht ganz losgelassen, ich sitze auf diesem viel zu unbequemen Plastikstuhl vor diesem kleinen 24/7-Diner, irgendwo zwei Straßen entfernt von der Venue, Kapuze tief ins Gesicht gezogen, damit mich keiner sofort erkennt, vor mir steht ein Burger, halb ausgepackt, Pommes daneben, und ich starre ihn einen Moment einfach nur an, als hätte ich vergessen, wie man isst, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Reiß dich zusammen</span>, murmele ich leise vor mich hin, bevor ich schließlich doch reinbeiße, der erste Biss ist fast schon absurd gut, warm, fettig, genau das, was man nach so einem Abend braucht, ich lehne mich ein bisschen zurück, atme aus, lasse die Schultern sinken, für einen kurzen Moment ist es ruhig, kein Schreien, kein Licht, kein Beat, der durch meinen Körper hämmert, nur ich, mein Essen und das leise Brummen der Stadt im Hintergrund, genau solche Momente brauche ich manchmal, um wieder runterzukommen, einfach… normal sein, ich greife nach einer Pommes, da merke ich aus dem Augenwinkel, dass jemand stehen bleibt, erst denke ich mir nichts dabei, passiert ständig, Leute schauen, gehen weiter, aber sie bleibt, viel zu lange, ich hebe den Blick ein kleines Stück und sehe dieses Mädchen, wie sie mich ansieht, als würde sie gerade etwas erkennen, oh nein, ich kenne diesen Blick, dieses kleine Zögern, dieses Funkeln, ich senke meinen Blick wieder, als könnte ich mich unsichtbar machen, Spoiler: funktioniert nie,<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Ähm… bist du nicht…?“ </span>da ist es, ich ziehe die Kapuze ein kleines Stück zurück und grinse schief, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Kommt drauf an, wen du suchst“</span>, murmele ich halb amüsiert, sie lacht nervös, <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Du bist Jae Min, oder? Von VANTAGE?“</span> ich nicke leicht<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">, "Ja… hey“,</span> am Anfang ist es noch entspannt, sie ist aufgeregt, fragt nach einem Foto, klar, ich rutsche etwas zur Seite, halte mein Essen aus dem Bild, lächle, klick, noch eins, sie bedankt sich gefühlt tausendmal und ich winke nur ab, denke mir noch, vielleicht bleibt es heute dabei, vielleicht hab ich Glück, aber natürlich hab ich das nicht, zwei Minuten später stehen plötzlich drei weitere da, dann fünf, ich sehe die Handys, dieses Flüstern, mein Magen zieht sich leicht zusammen, ich lächle trotzdem, das gehört dazu, oder?,<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Jae Min! Können wir auch ein Foto?“ „Ich liebe dich!“ „Bitte nur eins!“</span> ich lache leise, versuche ruhig zu bleiben, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Hey, langsam, einer nach dem anderen, ja?“</span> ich stehe auf, weil es im Sitzen noch enger wird, mache Fotos, rede kurz mit ihnen, aber es wird mehr, und enger, plötzlich stehen sie nicht mehr vor mir, sondern um mich herum, ich spüre Hände an meinem Ärmel, an meiner Schulter, jemand greift nach meinem Handgelenk, zieht mich näher für ein Selfie, ich stolpere leicht, mein Herz schlägt schneller, viel schneller,<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Warte ich auch!“ „Bitte meinen Namen sagen!“ „Nur noch eins!“ </span>die Stimmen werden lauter, überlagern sich, Handys sind überall, viel zu nah an meinem Gesicht, jemand drückt sich von hinten gegen mich, ich verliere kurz das Gleichgewicht, mein Lächeln fühlt sich plötzlich falsch an, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Hey… bitte nicht schubsen…“ </span>sage ich und merke selbst, wie meine Stimme kippt, aber keiner hört wirklich zu, jeder will diesen einen Moment, diese eine Sekunde mit mir, jemand zieht an meiner Kapuze, ein anderes Mädchen legt einfach ihren Arm um meine Taille, viel zu nah, viel zu selbstverständlich, mein Kopf wird laut, zu laut, zu viele Stimmen, zu viele Hände, zu wenig Luft, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Leute… wirklich, bisschen Abstand…“</span> versuche ich nochmal, diesmal fester, aber es bringt nichts, ich schaue hektisch um mich, suche einen Ausweg, da ist eine kleine Lücke links, nicht groß, aber vielleicht reicht es, mein Herz hämmert mir bis zum Hals, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Sorry… ich muss los“</span>, murmele ich, mehr zu mir selbst als zu ihnen,<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Nein bitte noch ein Foto!“ „Bleib doch!“</span> jemand greift wieder nach meinem Arm und genau da kippt etwas in mir, ich ziehe meinen Arm ruckartig frei,  <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Nein, ich muss wirklich gehen“,</span> meine Stimme ist jetzt ernst, kein Lächeln mehr, für einen Moment sind sie überrascht genug, dass sie kurz innehalten, das reicht mir, ich drehe mich seitlich, dränge mich durch die kleine Lücke und gehe erst schnell, dann schneller, ich höre Stimmen hinter mir, vielleicht Schritte, ich weiß es nicht genau, ich schaue nicht zurück, ich laufe einfach um die Ecke, noch eine Straße weiter, man hörte dabei noch immer die rufe meines names und ja gerade hasste ich diesen moment, gerade wo ich mich selber loben wollte das mir nichts passierte stolperte ich um die nächste ecke und konnte mich gerade noch an jemanden festhalten. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"F...fuck! 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			<title><![CDATA[Stille ist nicht immer die beste Wahl, Präsens schon..]]></title>
			<link>https://miamidream.bplaced.net/Upload/showthread.php?tid=22</link>
			<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 10:13:11 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://miamidream.bplaced.net/Upload/member.php?action=profile&uid=49">Seojun Crowe</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Der letzte Gong schrillt durch das Klassenzimmer und für alle anderen klingt er wie Freiheit. Stühle schaben über den Boden, Taschen werden hastig gepackt, jemand lacht laut über irgendeinen Insider, den ich nicht kenne. Ich bleibe noch einen Moment sitzen. Tue so, als müsste ich noch etwas in mein Heft schreiben. In Wirklichkeit warte ich nur. Warte darauf, dass der Flur sich etwas leert. Dass ich nicht direkt im Strom lande. Mein Herz schlägt trotzdem schneller, noch bevor ich überhaupt aufgestanden bin. Ich weiß nicht, warum ich mir immer wieder einrede, dass es heute vielleicht anders wird. Dass sie heute vielleicht einfach an mir vorbeigehen. Ich schiebe mein Notizbuch in den Rucksack, ziehe den Reißverschluss langsam zu und hänge mir die Tasche über eine Schulter. Die Kopfhörer lasse ich um meinen Hals hängen. Musik würde helfen, aber ich will hören, was hinter mir passiert. Immer wissen, wo sie sind. Als ich die Klassenzimmertür öffne, schlägt mir sofort das Stimmengewirr entgegen. Der Flur ist voll. Ich gehe los, halte meinen Blick geradeaus gerichtet, als würde ich ein Ziel verfolgen. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Ey, Crowe.“</span> Ich höre es sofort. Mein Nacken wird heiß. Ich reagiere nicht. Vielleicht haben sie jemand anderen gemeint. Tun sie nicht. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Hackerboy! Hast du heute wieder das WLAN geknackt?“ </span>Gelächter. Dieses kurze, schneidende Lachen, das sich wie kleine Nadeln in meinen Rücken bohrt. Ich atme durch die Nase ein. Eins, zwei. Weitergehen. Dann kommt der erste Stoß.nur  um mich leicht zur Seite taumeln zu lassen. Meine Schulter streift gegen einen Spind. Ich fange mich, sage nichts. Mein Gesicht bleibt ruhig. Ich habe das geübt. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Pass doch auf, Mann“,</span> sagt einer gespielt genervt. Noch ein Schubser, diesmal von der anderen Seite. Sie laufen jetzt neben mir, links und rechts, als würden sie mich eskortieren. Nur dass es keine Eskorte ist, sondern ein verdammtes Spiel für sie.<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Spiel uns doch was, Seojun“,</span> sagt einer und macht mit den Fingern eine lächerliche Klavierbewegung in der Luft. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Irgendwas Depressives. Passt doch zu dir.“</span> Wieder Gelächter. Ich spüre, wie mein Kiefer sich anspannt. Ich könnte etwas sagen. Irgendwas Schlagfertiges. Aber ich kenne das Muster. Sage ich was, drehen sie es um. Schweige ich, nennen sie mich feige. Es gibt keine richtige Reaktion. Also entscheide ich mich fürs Schweigen. Mein Rucksack wird von hinten gepackt und ruckartig nach unten gezogen. Ich stolpere einen Schritt zurück. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Oh, sorry“</span>, sagt einer, aber sein Grinsen passt nicht zum Wort. Ich ziehe den Rucksack wieder hoch und gehe weiter. Die Glastüren am Ende des Flurs kommen näher. Draußen sehe ich schon das Licht, das spätnachmittägliche Gold, das auf den Schulhof fällt. Noch ein paar Meter. Wenn ich draußen bin, verteilen sie sich meistens. Mehr Leute, mehr Augen. Öffentlichkeit ist manchmal Schutz.<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Ey, warte doch!“</span> Jemand stößt mir in den Rücken, stärker diesmal. Ich mache zwei schnelle Schritte nach vorne, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Mein Herz hämmert jetzt richtig. Nicht vor Angst allein, sondern vor dieser Mischung aus Wut und Demütigung, die sich in meiner Brust aufstaut. Ich drehe mich kurz um. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Was?“</span> frage ich ruhig. Meine Stimme klingt erstaunlich stabil<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">. „Chill mal, wir reden doch nur mit dir“</span>, sagt einer und grinst schief.<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Du bist so empfindlich.“</span> Ich antworte nicht mehr. Drehe mich wieder um und gehe weiter. Die Türen öffnen sich automatisch mit einem leisen Surren, kalte Luft schlägt mir entgegen. Ich setze einen Fuß nach draußen, dann den anderen. Freiheit. Und dann spüre ich es. Ein schnelles, gezieltes Haken an meinem Bein. Jemand stellt mir von hinten ein Bein. Mein Fuß bleibt hängen, mein Körper kippt nach vorne, und für einen Sekundenbruchteil hoffe ich noch, dass ich mich fange. Tue ich nicht. Meine Hände schlagen hart auf dem Beton auf, der Aufprall jagt einen stechenden Schmerz durch meine Handflächen. Mein Knie trifft als Nächstes den Boden, rau, gnadenlos. Mein Rucksack rutscht von der Schulter und landet neben mir. Für einen Moment ist alles still in meinem Kopf, als hätte jemand den Ton abgedreht. Dann kommt das Lachen. Laut. Offen. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Oh shit, Crowe ist abgestürzt! Systemfehler!“ </span>Ihre Stimmen überschlagen sich. Ich bleibe einen Atemzug lang liegen. Nicht, weil ich nicht aufstehen kann. Sondern weil ich diesen Moment brauche. Um nicht irgendwas zu tun, das ich bereue. Um nicht zu zeigen, wie sehr es gerade brennt. Meine Hände fühlen sich an, als hätten sie Feuer gefangen, mein Knie pocht. Ich schmecke Blut, weil ich mir auf die Lippe gebissen habe. Langsam drücke ich mich hoch und sah wie sie mein rucksack auf den boden verteilten und alles herumschoben, hier draußen standen nicht mehr soviele herum und schaute zu wie es in den Gängen der fall war, aber genug da sich eingeschüchtert war.<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> "Naaaa ich hoffe das ist dir eine Lehre rumzulügen wer dein Freund ist...du hättest niemals diese Lüge rumerzählen sollen Krähenfuß!"</span> kicherte eine schülerin, ja ich wusste genau was sie meinten,seit dem habe ich niemals mehr erwähnt da sich caleb kannte, ich dachte wirklich wenn ich es sage würde sich was ändern, aber es wurde nur noch schlimmer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der letzte Gong schrillt durch das Klassenzimmer und für alle anderen klingt er wie Freiheit. Stühle schaben über den Boden, Taschen werden hastig gepackt, jemand lacht laut über irgendeinen Insider, den ich nicht kenne. Ich bleibe noch einen Moment sitzen. Tue so, als müsste ich noch etwas in mein Heft schreiben. In Wirklichkeit warte ich nur. Warte darauf, dass der Flur sich etwas leert. Dass ich nicht direkt im Strom lande. Mein Herz schlägt trotzdem schneller, noch bevor ich überhaupt aufgestanden bin. Ich weiß nicht, warum ich mir immer wieder einrede, dass es heute vielleicht anders wird. Dass sie heute vielleicht einfach an mir vorbeigehen. Ich schiebe mein Notizbuch in den Rucksack, ziehe den Reißverschluss langsam zu und hänge mir die Tasche über eine Schulter. Die Kopfhörer lasse ich um meinen Hals hängen. Musik würde helfen, aber ich will hören, was hinter mir passiert. Immer wissen, wo sie sind. Als ich die Klassenzimmertür öffne, schlägt mir sofort das Stimmengewirr entgegen. Der Flur ist voll. Ich gehe los, halte meinen Blick geradeaus gerichtet, als würde ich ein Ziel verfolgen. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Ey, Crowe.“</span> Ich höre es sofort. Mein Nacken wird heiß. Ich reagiere nicht. Vielleicht haben sie jemand anderen gemeint. Tun sie nicht. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Hackerboy! Hast du heute wieder das WLAN geknackt?“ </span>Gelächter. Dieses kurze, schneidende Lachen, das sich wie kleine Nadeln in meinen Rücken bohrt. Ich atme durch die Nase ein. Eins, zwei. Weitergehen. Dann kommt der erste Stoß.nur  um mich leicht zur Seite taumeln zu lassen. Meine Schulter streift gegen einen Spind. Ich fange mich, sage nichts. Mein Gesicht bleibt ruhig. Ich habe das geübt. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Pass doch auf, Mann“,</span> sagt einer gespielt genervt. Noch ein Schubser, diesmal von der anderen Seite. Sie laufen jetzt neben mir, links und rechts, als würden sie mich eskortieren. Nur dass es keine Eskorte ist, sondern ein verdammtes Spiel für sie.<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Spiel uns doch was, Seojun“,</span> sagt einer und macht mit den Fingern eine lächerliche Klavierbewegung in der Luft. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Irgendwas Depressives. Passt doch zu dir.“</span> Wieder Gelächter. Ich spüre, wie mein Kiefer sich anspannt. Ich könnte etwas sagen. Irgendwas Schlagfertiges. Aber ich kenne das Muster. Sage ich was, drehen sie es um. Schweige ich, nennen sie mich feige. Es gibt keine richtige Reaktion. Also entscheide ich mich fürs Schweigen. Mein Rucksack wird von hinten gepackt und ruckartig nach unten gezogen. Ich stolpere einen Schritt zurück. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Oh, sorry“</span>, sagt einer, aber sein Grinsen passt nicht zum Wort. Ich ziehe den Rucksack wieder hoch und gehe weiter. Die Glastüren am Ende des Flurs kommen näher. Draußen sehe ich schon das Licht, das spätnachmittägliche Gold, das auf den Schulhof fällt. Noch ein paar Meter. Wenn ich draußen bin, verteilen sie sich meistens. Mehr Leute, mehr Augen. Öffentlichkeit ist manchmal Schutz.<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">„Ey, warte doch!“</span> Jemand stößt mir in den Rücken, stärker diesmal. Ich mache zwei schnelle Schritte nach vorne, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Mein Herz hämmert jetzt richtig. Nicht vor Angst allein, sondern vor dieser Mischung aus Wut und Demütigung, die sich in meiner Brust aufstaut. Ich drehe mich kurz um. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Was?“</span> frage ich ruhig. Meine Stimme klingt erstaunlich stabil<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">. „Chill mal, wir reden doch nur mit dir“</span>, sagt einer und grinst schief.<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Du bist so empfindlich.“</span> Ich antworte nicht mehr. Drehe mich wieder um und gehe weiter. Die Türen öffnen sich automatisch mit einem leisen Surren, kalte Luft schlägt mir entgegen. Ich setze einen Fuß nach draußen, dann den anderen. Freiheit. Und dann spüre ich es. Ein schnelles, gezieltes Haken an meinem Bein. Jemand stellt mir von hinten ein Bein. Mein Fuß bleibt hängen, mein Körper kippt nach vorne, und für einen Sekundenbruchteil hoffe ich noch, dass ich mich fange. Tue ich nicht. Meine Hände schlagen hart auf dem Beton auf, der Aufprall jagt einen stechenden Schmerz durch meine Handflächen. Mein Knie trifft als Nächstes den Boden, rau, gnadenlos. Mein Rucksack rutscht von der Schulter und landet neben mir. Für einen Moment ist alles still in meinem Kopf, als hätte jemand den Ton abgedreht. Dann kommt das Lachen. Laut. Offen. <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> „Oh shit, Crowe ist abgestürzt! Systemfehler!“ </span>Ihre Stimmen überschlagen sich. Ich bleibe einen Atemzug lang liegen. Nicht, weil ich nicht aufstehen kann. Sondern weil ich diesen Moment brauche. Um nicht irgendwas zu tun, das ich bereue. Um nicht zu zeigen, wie sehr es gerade brennt. Meine Hände fühlen sich an, als hätten sie Feuer gefangen, mein Knie pocht. Ich schmecke Blut, weil ich mir auf die Lippe gebissen habe. Langsam drücke ich mich hoch und sah wie sie mein rucksack auf den boden verteilten und alles herumschoben, hier draußen standen nicht mehr soviele herum und schaute zu wie es in den Gängen der fall war, aber genug da sich eingeschüchtert war.<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"> "Naaaa ich hoffe das ist dir eine Lehre rumzulügen wer dein Freund ist...du hättest niemals diese Lüge rumerzählen sollen Krähenfuß!"</span> kicherte eine schülerin, ja ich wusste genau was sie meinten,seit dem habe ich niemals mehr erwähnt da sich caleb kannte, ich dachte wirklich wenn ich es sage würde sich was ändern, aber es wurde nur noch schlimmer.]]></content:encoded>
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